Als Google das Nexus 7 veröffentlichte war für mich eines klar – ich wollte es haben. Sowohl die ersten Reviews, als auch der Preis für die verbaute Hardware waren einfach zu attraktiv um diesem Gerät nicht eine Chance zu geben. Als Besitzer eines Transformer Prime war ich zunächst sehr skeptisch ob dieses Tablet zwischen meinem 4,65″ Nexus und dem 10″ Prime sinnvoll wäre – doch dies sollte sich dann zeigen. Vor genau 4 Wochen war es endlich soweit und mein Nexus 7 aus England trudelte ein. 30 Tage in denen ich es täglich in der Hand hatte und sich viele positive, aber auch ganz wenige negative Aspekte herauskristallisierten.
Design & Verarbeitung:
Als ich es das erste Mal in die Hand nahm war ich sofort begeistert – es fühlte sich einfach gut an. Keine scharfen Ecken die sich einschneiden, ein gut verteiltes Gewicht und dann diese Rückseite welche schon viele zu beschreiben versuchten. Häufig wurde es mit einer Mischung aus Gummi und Leder verglichen, und auch ich stimme diesem Vergleich zu. Mich erinnert es irgendwie immer an ein Lenkrad. Es fühlt sich warm an, gleitet nicht so leicht aus der Hand und ist zudem auch sehr robust. Ich bin in den letzten Wochen wahrlich nicht zimperlich mit dem Gerät umgegangen, aber bisher ist die Rückseite frei von jeglichen Spuren. Ganz ehrlich? Ich würde es dem Aluminium Gehäuse meines Transformer Prime jederzeit vorziehen, denn bei dem habe ich stets die Sorge dass es zerkratzen oder aus den Händen gleiten könnte. Während sich unten der Micro USB und Kopfhöreranschluss befinden sind auf der rechten Seite sowohl der Power Knopf als auch die Lautstärkewippe platziert. Einige wenige Reviews kritisierten dass die beiden Knöpfe auf einer Seite angeordnet sind, doch ich empfinde diese Platzierung in der täglichen Anwendung als durchdacht. Gerade wenn im Landscape Modus gespielt wird wäre es mehr als hinderlich wenn sich der Powerbutton, wie bei manch älteren Telefonen, auf der schmalen oberen Seite befinden würde. Die Knöpfe als solche haben einen wunderschönen Druckpunkt und sind gut verarbeitet.
Doch kommen wir zu einem wichtigen Aspekt – dem Rahmen. Hier hat sich das Team von Google große Gedanken gemacht und Dinge berücksichtigt an die man nicht unbedingt sofort denken würde. Wer sich ein Interview mit Matias Duarte, welcher erheblich am Produktdesign des Nexus 7 beteiligt war, zu diesem Thema anschauen möchte findet dieses auf der Seite vom Verge. Grundlegend stimme ich deren Hintergedanken absolut zu. Betrachtet man das Nexus 7, ist der Rahmen an den Seiten relativ schmal ausgefallen während er oben und unten ein ganzes Stück breiter ist. Dies hat drei wesentliche Vorteile:
- Auf Grund des schmalen Rahmens an den Seiten passt es trotz seines 7″ Displays noch in eine normale Jacken- oder Sakko-Tasche. Gar in die rückseitige Tasche vieler gewöhnlicher Hosen verschwindet es – oben etwas hinausstehend. 12cm Breite, identisch mit jener des Amazon e-Ink Kindle
- Hält man es im Hochformat verschwindet es perfekt in der Handinnenfläche wie man es vom SmartPhone gewohnt ist. Man muss es also nicht umständlich mit zwei Händen halten, sondern kann es gemütlich in einer liegen lassen während die andere es bedient.
- Im Querformat hat der Nutzer auf Grund der dort breiteren Rahmen ausreichend Fläche um es an diesen zu halten. Zudem rücken, insbesondere bei Spielen, die Bedienflächen in einen äußerst angenehmen Abstand.
Abschließend noch der Lautsprecher. Dieser ist auf der Rückseite unten mittig platziert. Zum Glück haben sie dessen Schlitz derartig breit ausgelegt dass es selbst im Querformat fast unmöglich ist diesen mit seiner Hand zu verdecken. Auch hier wieder gut durchdacht. Dies war beim Prime deutlich schlechter gelöst.
Display:
Wer von einem Galaxy Nexus oder anderen Gerät mit AMOLED Display kommt wird sich zunächst über die blassen Farben wundern. Dies ist generell der Tatsache geschuldet dass AMOLED Displays eine äußerst extreme Farbsättigung haben die fernab der Realität liegt. Wer sich einen kleinen Vergleich ansehen möchte findet diesen bei Tom’s Hardware, in welchem es mehr als gut abschnitt- Auch ich bin mit dem Display äußerst zufrieden. Es ist zwar nicht so hell wie das IPS+ Display eines deutlich teureren Transformer Prime oder Infinity, aber liegt auf dem Niveau aller anderen Tablets. Die Blickwinkel sind vernünftig und die Pixeldichte von 216ppi sucht neben dem iPad 3 oder Transformer Infinity ihres gleichen. Daneben wird das Lesen auf dem Transformer Prime fast zur Qual.
Die Toucheingaben geschehen beim Nexus 7 so wie sie sein sollen – sauber und direkt. Wer jemals ein Transformer Prime hatte wird dessen Problem kennen – es ist unmöglich eine Diagonale Linie zu zeichnen ohne dass diese in Wellenformen ausartet. Dieses Problem hat das Nexus 7 zum Glück nicht. Handschriftliche Eingaben oder kleine Skizzen sind auf diesem Tablet absolut kein Problem. Ich selbst verwende hierfür den günstigen Vau Stylus Plus (4,90€), welcher mir gute Dienste erwies und verschmerzbar ist wenn sich dessen Spitze mal abnutzen sollte. Auch hier kommt im Übrigen wieder der portable Formfaktor positiv zum Vorschein. Problemlos kann man es in einer Hand halten während die andere schreibt. Obwohl ich kein Freund von Displayschutzfolien bin und auf diese verzichte ist das Display bisher frei von Kratzern geblieben.
Akkulaufzeit:
Über Akkulaufzeit zu schreiben ist keine leichte Sache, da diese stark vom Anwendungsfall abhängig ist. Mit einem Hardcore 3D Game ist es sicherlich möglich den Akku in 4-5 Stunden zum Erliegen zu bringen, doch dies ist ein Härtefall. Einige Tests sprachen von 8-9 Stunden Abspielzeit bei Videos, ausprobiert habe ich dies jedoch noch nicht. In meinem Fall habe ich unzählige GMail Accounts, meinen RSS Reader, 2 Twitter Clients sowie G+ und den Imo Messenger permanent laufen. Zwischendurch kommt ein Casual Game und im Hintergrund streame ich häufig einige Stunden mittels Spotify oder TuneIn Radio Musik auf meine Creative D3X Bluetooth Lautsprecher. Für gewöhnlich lade ich mein Nexus 7 in diesem Szenario am Abend wieder auf, also über einen Tag komme ich bei starker Nutzung ohne Probleme. Wer dies zu seiner Arbeitszeit unangetastet lässt wird wohl auch gut 2 Tage oder länger mit einer Akkuladung auskommen. Die Aufladezeit liegt gefühlt im Bereich von 2 1/2 – 3 Stunden, wirklich gemessen habe diese jedoch noch nicht. Hier kommt jedoch auch mein Kritikpunkt – das Ladekabel. Mir ist es einfach schleierhaft wie man ein Ladekabel beilegen kann welches lediglich einen knappen Meter lang ist. Wer das Netzteil sieht mag sich nun denken “stecke ich halt ein anderes USB auf Micro USB Kabel ein” – doch Pustekuchen. Hierüber kann man dann zwar auch laden, doch verlängert sich die Ladezeit gefühlt um das 3-4 fache. Diskussionen im XDA Forum vermuten dass bei anderen längeren Kabeln die Impedanz zu hoch ist was die Ladezeit verlängert. Somit stellt sich natürlich die Frage ob es technisch nicht anders möglich war, nervig ist es trotzdem. Aus dem Grund habe ich mir nun erst recht angewohnt mein Nexus 7 stets nachts zu laden damit ich nie dazu genötigt werde es an diesem kurzen Kabel zu benutzen.
Konnektivität & fehlendes 3G:
Sowohl Bluetooth, WiFi als auch GPS funktionieren tadellos und zwar erheblich besser als beim Transformer Prime. Bleibt die fehlende 3G Funktionalität. Ich persönlich vermisse sie nicht da ich eh stets zur WiFI only Variante gegriffen hätte. Zum einen möchte ich mich nicht um eine zweite Sim-Karte kümmern müssen, und zum anderen möchte ich nicht dass plötzlich die Provider ihre Finger im Spiel haben. Ein großer Vorteil dieses Nexus Gerätes werden immerhin auch die schnellen Updates sein. Schauen wir uns die Verizon Galaxy Nexus Variante in den USA an – diese hat im Gegensatz zu allen anderen noch immer kein JellyBean weil der Provider schläft. Oder das Motorola Xoom Tablet welches zwar kein offizielles Nexus war, aber von Google als Entwicklergerät herausgegeben wurde. Auch dieses zählt zu jenen welche nahezu sofort die Updates erhalten und bereits mit JellyBean unterwegs ist – in der WiFi Variante. Die 3G Variante des Motorola Xoom hat gerade erst Android 4.0 ICS erhalten weil die Provider ewig für ihr Q&A und die anschließende Freigabe benötigten. Ihr seht also, 3G birgt einen Rattenschwanz von Nachteilen wenn man Pech hat.
Wenn ich das Nexus 7 unterwegs verwenden möchte und kein WiFi in Reichweite habe nutze ich einfach die Verbindung meines Handys. Tethering ist ja zumindest bei Android SmartPhones absolut kein Problem und neben dem WiFi Hotspot steht ja auch noch das gute alte Bluetooth zur Verfügung. Auch wenn der WiFi Hotspot einige Vorteile, wie die erhöhte Bandbreite und die Unterstützung mehrere Geräte, bietet sollte man Bluetooth nicht ganz außer Acht lassen. Auch hierüber erreiche ich ohne Probleme bis zu 1.9Mbit/s, was für die meisten Anwendungsfälle locker ausreicht, und zudem deutlich weniger Akku verbraucht als eine WiFi Verbindung – sowohl am N7 als auch dem SmartPhone. Ein weiterer Vorteil von Bluetooth ist dass ich dieses bei einmal gepairten Geräten nur am Nexus 7 aktivieren muss während mein SmartPhone getrost in der Tasche bleibt.
NFC & Android Beam:
Viele denken bei NFC immer nur an den kontaktlosen Zahlungsverkehr doch dessen Anwendungsfeld ist erheblich größer – nicht zuletzt durch Android Beam. Wisst ihr was mich an meinem Transformer Prime immer am meisten gestört hat? Dass dieses 600€ teure Device kein NFC hatte! Ich habe täglich mindestens 4-5x die Situation wo ich froh darüber bin nun auch in meinem Tablet NFC zu haben. Ganz gleich ob ich eine App auf dem Phone habe die ich auch auf dem Tablet installieren möchte, oder ein geschossenes Foto welches ich lieber auf dem neutraleren und größeren Display des N7 bearbeiten möchte – eine kurze Berührung des Galaxy Nexus und Nexus 7 genügt und die Datei ist drüben. Doch noch viel häufiger passiert es mir dass ich Links austauschen möchte. Ein gutes Paradebeispiel ist hier WhatsApp, Kakaotalk oder ein sonstiger Messenger. Wie oft bekommt ihr am Telefon einen Link zu einem YouTube Video oder eine Webseite gesendet und würdet die lieber am größeren Tablet betrachten? Mir passiert es täglich. Eine kurze Berührung der beiden Geräte und zack ist der Link auf dem Nexus 7 geöffnet. Dies ist purer Komfort – einmal daran gewöhnt wird mir kein Tablet oder SmartPhone ohne NFC mehr ins Haus kommen.
Micro USB / USB OTG:
Viele werden die USB OTG Kabel bereits kennen. Ich habe mit diesem guten Erfahrungen gemacht, es gibt jedoch auch noch günstigere. Diese Verwandeln euren Micro USB Port in einen voll funktionalen USB Port. Anwendungsgebiete gibt es hier so einige:
Datenspeicher anschließen: Wer mit dem gegebenen Speicher nicht auskommt oder seine Fotos schon im Urlaub betrachten möchte kann hier USB Sticks, Kartenlesegeräte und Festplatten anschließen. Während die USB Sticks in aller Regel problemlos laufen muss man bei den Kartenlesern und insbesondere Festplatten ein wenig ausprobieren da hier die Spannung ausreichen muss. Wer mit einem reinen Lesezugriff zufrieden ist kann dies bereits ohne Root dank der Nexus Photo Viewer & Nexus Media Importer App. Möchtet ihr hingegen den vollen Zugriff muss euer Nexus 7 gerootet (Google Nexus 7 Rootkit oder alternativ Wug’s Nexus Rootkit) sein und eine App wie StickMount zum Einsatz kommen. Zu beachten sei hier dass auch das Nexus 7 wie gewohnt mit einem gesperrten Bootloader kommt. Dieser kann zwar einfach geöffnet werden, aber der Prozess geht mit einem kompletten Reset des Gerätes einher. Wer sich also für Root entscheidet sollte dies besser möglichst früh tun – wie immer auf eigene Gefahr. Auch wenn bei Nexus Geräten eigentlich nichts schief gehen kann.
D-SLR Kameras: Viele der aktuellen Canon und Nikon D-SLR Kameras können direkt an ein Nexus 7 angeschlossen werden. Eine äußerst beliebte App für Canon Kameras ist beispielsweise der DSLR Controller von Chainfire. Hier habt ihr plötzlich nicht nur euer Nexus 7 als riesiges Display der D-SLR zur Hand, sondern auch noch viele ausgeklügelte Features wie eine Timelapse Funktion. Schaut man sich im Markt des D-SLR Zubehörs um zahlt man sonst schon für ein halbwegs brauchbares Intervalometer 50-150€. Nikon sollte von CamCap, DslrDashboard und Helicon Remote unterstützt werden.
Drucker: Ja, auch USB und Netzwerkdrucker lassen sich über das Nexus 7 füttern. Eine App die ich vor langer Zeit mal ausprobiert hatte war der PrintBot. Die Einrichtung war zwar ein klein wenig knifflig, aber dann lief sie ohne Probleme. 2800 Drucker werden hier unterstützt worunter wohl fast jedes noch im Umlauf befindliches Modell fallen sollte. Inzwischen gibt es noch weitere Apps von anderen Anbietern die in die gleiche Kerbe schlagen – ausprobiert habe ich diese jedoch noch nicht.
Scanner: Und zu guter letzt lassen sich auch USB Scanner direkt an das Nexus 7 anschließen und darüber betreiben. Ermöglicht wird dies durch die App “Accusoft USB Scanner“. Da ich selbst keinen Scanner besitze konnte ich dessen Funktionalität noch nicht ausprobieren, aber die Bewertungen im Google Play Store sind allesamt äußerst positiv ausgefallen.
Performance:
Zur Performance gibt es nicht viel zu sagen, außer dass es einfach fluppt. Ganz gleich ob beim Multitasking oder rechenintensiven Spielen – alles läuft absolut flüssig. Die I/O Performanceprobleme, mit welchen das Transformer Prime noch zu kämpfen hatte, spürt man beim Nexus 7 ebenfalls nicht mehr. Selbst das Kopieren von mehreren Dateien vom USB Stick auf das Gerät geschieht nun in einer angenehmen Geschwindigkeit. Hier legte das Prime gerne zwischen mehreren Dateien noch eine schrecklich lange Ruhepause ein.
Kamera:
Eine rückseitige Kamera wurde eingespart – aber hier greife ich eh zum SmartPhone oder der Knipse. Wichtig ist die Frontkamera, und diese erfüllt für Videoanrufe ihren Zweck. Kein absoluter Hammer, aber durchaus brauchbar. Wer meint durch die fehlende rückseitige Kamera keine Barcodes scannen zu können dem sei der LearnPad Scanner empfohlen welcher auch die frontseitige unterstützt.
8 GB oder 16 GB:
Mit 16 GB komme ich ohne Probleme aus, aber ob man an den 50€ spart und zur 8 GB Version greift sollte man sich lieber zweimal überlegen. Man darf nicht vergessen dass von diesem Speicher auch noch 2-3 GB für das System abgehen, was mit den nächsten Android Versionen auch noch leicht steigen dürfte. Wer ausschließlich Apps installiert könnte mit der 8 GB Variante auskommen, aber sobald mehrere grafisch aufwendige Spiele installiert werden und einige Podcast oder RSS Inhalte für unterwegs im Cache landen wird man schnell froh sein die 50€ Aufpreis in 16 GB investiert zu haben. Mehr benötigt man allerdings auch nicht.wirklich. Da mein Nexus 7 auch als Testdevice für diesen Blog dient habe ich derzeit 248 Apps installiert und noch immer etwas über 3 GB frei.
Erfahrungen im Alltag:
Ich war bezüglich des 7″ Formates immer skeptisch dass dieses zu klein sein könnte, doch seit ich das Nexus 7 habe verstaubt mein 10″ Tablet in der Ecke. Dank seiner Größe lässt es sich wunderbar in einer Hand halten um gemütlich Nachrichten (News Republic) oder RSS Feeds zu lesen und die hohe Pixeldichte erfreut das Auge. Als RSS Reader sei hier nochmals der Reader HD empfohlen, welcher bereits ein Update für das Nexus 7 erhielt und eine schöne Tablet UI bietet. Aber auch bei Spielen kommt dem Nexus 7 seine Größe zu gute da es sich letztendlich wie die “perfekte mobile Konsole” anfühlt. Es passt in die Tasche und hat zudem die perfekte Größe um jegliche Art von Spielen zu genießen. Habt ihr jemals ein Rennspiel über Gyroskop Steuerung auf einem 10″ Tablet gespielt? Das sieht nicht nur affig aus sondern fühlt sich auch ebenso an weil die Bewegungswege viel zu lang sind. Auf diesem 7″ Tablet ist es hingegen eine pure Freude diese Form der Steuerung zu wählen. Hinzu kommen die ganzen Touch Bedienfelder welche stets gut erreichbar sind ohne dass man seinen Daumen unangenehm gen Mitte strecken muss.
Für mich ist das Nexus 7 einfach ein kleines Alleskönner der bei mir Zuhause nicht nur das 10″ Tablet sondern auch das SmartPhone abgelöst hat. Der Vorteil? Mein SmartPhone Akku ist meist voll wenn ich das Haus verlasse. 10″ erfordern einfach immer 2 Hände und selbst dann ist schnell der Moment erreicht wo auf Grund des Gewichtes eine Auflage notwendig wird. Nicht so beim Nexus 7. Dies wird locker wie ein SmartPhone gehalten und mit der anderen bedient – eben wie wir es von unseren Telefonen gewohnt sind. Etwas dass der Nutzung deutlich mehr Komfort verleiht als die 10″ Pendants die in 90% der Anwendungsfälle einfach unhandlich sind.
Fazit:
Ganz klar – Kaufempfehlung. Und dies will bei mir etwas heißen, insbesondere wenn es um ein Tablet geht. Wenn ich an eine Kaufempfehlung denke dann geht es um den normalen Konsumenten und nicht um uns Geeks die eh zuschlagen. Doch für die normale Familie? Da waren Tablets aus meiner Sicht meist unnötige Luxusgüter. Geld das gewiss besser in andere Dinge investiert werden könnte. Die Zeit der Tablets beginnt erst langsam und wird sich in den nächsten 2-3 Jahren sicher nicht nur von der Hardware sondern auch OS technisch noch sehr stark verändern. 600€ für ein Familientablet wo am Ende jeder drauf schaut das bloß kein Kratzer hinein kommt und für viele Zwecke zu unhandlich ist? Ist doch für die Katz. Beim Nexus 7 erhaltet ihr ein robustes Gerät das für 200/250€ gleich mehrere Bereiche abdeckt. Lesen, mobile Spielekonsole, Nachrichtenquelle, gemütliches Couchsurfen, schnelle Notizen, Unterhaltung für die Kids auf langen Fahrten, hilfreiches Tool für Fotografen und ein schönes mobiles Abspielgerät für Filme. Kombiniert mit einer Bluetooth Tastatur selbst ein brauchbares Schreibgerät für unterwegs. Zudem stehen uns mit etwas Glück noch zwei weitere Dinge bevor. Mit Miracast wurde für Tegra 3 Devices eine neue Art offener AirPlay Konkurrent angekündigt und erste Hinweise zeigten das wir in einer der nächsten Android Versionen die Unterstützung von Benutzerkonten erwarten dürfen. Ein weiterer Aspekt der es als “Familientablet” noch interessanter macht, aber auch ganz klar für die 16 GB Variante spricht. Ein weiteres Review zum Nexus 7 dass ich so unterschreiben würde findet ihr beim Caschy.
Und zu guter letzt ein erfreulicher Hinweis: Das Nexus 7 kann seit vergangener Nacht auch offiziell in Deutschland vorbestellt werden. Inklusive eines 20€ Gutscheines für den Google Play Store.

